Dogtrekking - mit Hunden wandern
Dogtrekking - mit Hunden wandern

Wasser!

Wasser ist für den Hund bei einer Wanderung ein unverzichtbares Lebenselexier.

Hunde können zwar nicht schwitzen wie wir, dennoch verlieren Sie bei körperlicher Anstrengung viel kostbare Feuchtigkeit beim Hecheln.

Wer kennt es nicht, das der Hund hechelt wie ein Weltmeister und dabei haufenweise Wasser aus dem Maul tropft!

 

Diese Feuchtigkeit die hier verloren geht, muss wieder ausgeglichen werden, und das am besten in Etappen und nicht Schlagartig nach einem 5-Stunden-Marsch mit einer Schüssel eiskaltes Wasser!

 

Das Hitzschlagrisiko für den Hund besteht und so muss sich der Verantwortungsvolle Hundehalter durchaus die Frage stellen: kann ich dieses Strecke heute laufen?  Und wenn ja, wie ist das mit dem Wasser für meinen Hund?

 

Wenn unser Thermometer mehr als 20°C anzeigt und ich nicht zu 100% sicher bin das ich spätestens alle 45 / 60 min eine garantiere Wasserstelle auf unserem Weg habe, habe ich immer meinen Rucksack mit Hundewasser dabei!

Steigen die Temperaturen auf über 26°C werden Wanderwege die mir nicht zusätzlich noch Teiche und Seen garantieren in denen sich meine Hunde runterkühlen können komplett gestrichen aus meinen Wandervorhaben.

Seen und Bäche sind immer sehr beliebt bei den meisten Hunden für eine Abkühlung und diese nutze ich auch bei allen Wanderungen.
Doch ganz vorbehaltlos lasse ich meine Wuffels nicht in jeden See oder jeden Bach da auch hier Gefahren lauern können:

- liegt Schutz oder Unrat an der Stelle am Ufer an der wir uns befinden ist leider auch mit einer erhöhten Gefahr von Scherben oder anderen spitzen Gegenständen im Wasser zu rechnen!

- hat der Bach oder Fluss eine sichtbare Ströhmung oder gar weiß aufgeschäumtes Wasser kann diese - je nach Hund - lebensgefährlich sein! Hier ist abzuwägen ob die Stelle für eine Abkühlung ratsam ist oder ob der Hund ggf. hier angeleint werden muss!

- Wenn das Ufer zu steil ist und mein Hund reinfallen könnte muss ich eine andere Stelle suchen, denn: weiß ich das mein Freund hier auch wieder raus kommt? Und wenn nicht: schaffe ich es ihn hier rauszuziehen?

Die Pütze am Wegesrand

Pfützen am Wegesrand sind für die meissten Hunde extrem verlockend. Das Wasser riecht besser als jedes Leitungswasser!
Dennoch dürfen wir nicht ganz verdrängen dass in den Pfützen natürlich auch Krankheitserreger lauern können.

 

Hier ist die Leptospirose definitiv zu erwähnen, da dieser Erreger auch auf uns  Menschen übertragen werden.

Die Leptospirose darf auch nicht unterschätzt werden, sie wird durch infizierte Nager übertragen und macht sich beim Hund durch Erbrechen und Durchfall bemerkbar, sowie häufigem Harnlassen. Früh erkannt lässt sie sich aber gut mit Antibiotika behandeln.

Beim Menschen kann Sie Hirnhautentzündungen oder Organschäden verursachen und hat Grippeähnliche Symtome.

Gegen einige Leptospiroseerreger gibt es einen Impfstoff der bei der jährlichen Impfung eures Hundes enthalten ist. Auch wenn der nicht gegen alle Stämme hilft, so verringert dies jedoch deutlich eine Ansteckung.


Weitere Krankheitserreger in Pfützen sind Giardien.
Auch diese verursachen Durchfall, Erbrechen, Blähungen und Gewichtsverlust und kommen häufig in kalten Pfützen vor in der Nähe von Hundewiesen oder anderen Orten wo sich viele Hunde aufhalten und regelmäßig treffen.

Auch Giardien können auf den Menschen übertragen werden.

 

Meine Hunde dürfen auch aus Pfützen trinken und sich darin abkühlen, jedoch nicht in altem, stinkendem und verfärbten Brackwasser.

Unser Motto: lieber ein dreckiger Hund als einer mit Hitzschlag.

 

In über 25 Jahren Hundehaltung hatte ich noch nie eine Infektion gehabt, doch meine vierbeinigen Kumpels sind durch die regelmäßige Impfung gegen Leptospirose bedingt geschützt und es sollte für jeden der seinen Hund den Zugang zu Wasserpfützen nicht verwehrt klar sein:

 

Sofort zum Tierarzt wenn Krankheitssymtome wie Erbrechen und Durchfall eintreten!
Eigendlich sollte dies für jeden verantwortungsvollen Hundehalter selbstverständlich sein und nicht nur wenn diese irgendwie mit dem Verzehr von Pfützenwasser in Verbindung gebracht werden könnten!

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